_____
PROZESS
Meine Arbeiten beginnen meistens mit einem Kunsthandwerk (oder einer Technik / einer Fähigkeit), das ich erlernen möchte, um dann daraus eine künstlerische Arbeit zu entwickeln.
In diesem Projekt war dies das Generieren von audiovisuellem Material für das Oszilloskop.
Entgegen meiner Annahme vor allem grafisch arbeiten zu können, arbeitete ich wochenlang nur mit abstrakten Skripten und Programmiersprachen, wodurch ich selbst nie kreativ tätig wurde. Dies führte dazu, dass ich mein Projekt überdenken musste.
Ich kam zum Schluss, dass es eine Möglichkeit wäre bestehendes Material von anderen Künstlern zu nehmen, befürchtete aber, dass es dann einfach ein Vorführen fremder Arbeiten werden könnte.
Die Lösung hiess «Technischen Wunderwelten». Eine Ausstellung bei der ich Phänomene der Physik und Technik, wenn nötig mit apropriiertem Material in ein eigenes Werk verpacken kann.
Während der Auseinandersetzung damit, waren Natur und Mensch oft ein zentrales Thema, was zu den gesellschaftskritischen «Blunderworlds« führte.
Ich entwickelte neun Konzepte, wovon ich acht umsetze. Mit der Idee, die Ausstellung interaktiv zu machen, verblieben schlussendlich fünf dafür geeignete Werke.
Dies gab dem gesamten Projekt wieder etwas Luft und soll helfen den Fokus weniger schnell zu verlieren.
___
FAZIT
Rückblickend kann ich sagen, dass ich mich künstlerisch und medial voll ausleben konnte, und mit dem Designen meiner Werke, die drei Bereiche in Einklang brachte und erkannte wie wichtig es ist nicht in Kategorien oder mit imaginären Grenzen zu denken.
Spannend war die Interdisziplinarität auch beim Kennenlernen der Laboratorien des Industrial und Interaction Designs und dem Austausch mit Leuten aus anderen Bereichen.
Auf der theoretischen Ebene geht diese noch viel weiter mit der Verflechtung vieler Gebiete wie Mathematik, Physik, Informatik, Musik, Geografie, Geschichte, Kunst, Kultur, etc.
In Ausblick auf meinen zukünftigen Beruf als BG-Lehrer gibt es sicher auch für die SuS einen Mehrwert, Brücken zwischen Fächern zu bauen.
Als Haupterkenntnis sehe ich das gewonnene Bewusstsein über mein künstlerisch-gestalterisches Arbeiten. Ich habe das Bedürfnis etwas mitzuteilen, bzw. will Leute an etwas teilhaben lassen, das mich fasziniert.
Die Form meiner Arbeiten ist das Resultat vom Versuch, meine Gedanken, bzw. meine Faszination zugänglich zu machen.
SimonAmrein.com © 2016